pulledPork

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich glaube so etwas leckeres habe ich ewig nicht gegessen

Hallo ihr Lieben, ich bin ja eigentlich immer gerne für schnelle Gerichte zu haben.  Aber “Pulled Pork” aus dem Backofen braucht Zeiiiiiiiiiiiiiiiiit.

Pulledpork heißt so, weil man das Schweinefleisch, das ewig lange bei niedriger Temperatur gegart wird, hinterher mit 2 Gabeln einfach superzart auseinander pflücken kann. Es zergeht geradezu auf der Zunge… es ist würzig, saftig und so oberlecker!

Pulled Pork wird eigentlich auf einem Smoker zubereitet. Den habe ich aber leider nicht, deshalb bereite ich das Pulled Pork im Backofen zu. Die Garzeit unterscheidet sich im Prinzip nicht, bei 110°C Ober-/Unterhitze benötigt das Fleisch etwa 10 Stunden.  Das liegt natürlich nicht nur an der Temperatur, sondern auch an der Größe:  ich bereite 2,5 Kilo auf einmal zu und friere dann Reste portionsweise ein…sonst lohnt es sich ja auch nicht, 10 Stunden den Ofen anzuschalten. Das geht prima- man kann es schnell auftauen und in der Pfanne erwärmen und etwas knusbrig machen. So hat man immer schnell eine warme Leckerei zu Knusperbrot, Salat oder einer Grillgemüse-Pfanne parat.

– Das Fleisch muss einen Tag vorher mariniert und dann 24 Stunden im Kühlschrank gelagert werden. Ich kaufe das Fleisch deswegen 2 Tage vor der Zubereitung abends nach der Arbeit beim Metzger. Man kann es dann entweder schon abends marinieren (auch 36 Stunden sind kein Problem) oder am nächsten Morgen.  Wenn ihr das Fleisch vorbestellen wollt, müsst ihr also 3 Tage vor der Zubereitung den Metzger eures Vertrauens informieren.

– Am Tag der Zubereitung hat man morgens noch Zeit kleinere Dinge zu erledigen, nach etwa 3 Stunden Garzeit allerdings muss immer jemand zu Hause sein um das Fleisch alle 30-40 Minuten mit dem austretenden Sud bepinseln. Das ist weder schwierig noch zeitaufwändig, aber es muss halt sein.

– Neben den Zutaten wird noch folgendes benötigt: eine große Auflaufform/Aluschale um den Sud unter dem Fleisch aufzufangen. Die Schale sollte größer sein als das Fleisch, ich nehme eine ganz große Schale von IKEA. Weiterhin: ein Fleischthermometer, einen Backpinsel, Alufolie und viel Geduld.

– An dem ganzen Tag kann man NICHTS anderes im Ofen zubereiten- oder erst, wenn das Fleisch am Schluss herausgenommen wurde und ruht .Schlecht wenn einem zu spät einfällt, das man die Burgerbrötchen zum Pulled Pork selbst backen will

– Das Fleisch sollte ab 65-70 Grad Innentemperatur regelmäßig bepinselt und bei 85-88 Grad aus dem Ofen genommen werden. So genau kann man das eigentlich nur mit einem Fleischthermometer bestimmen. Ist keine große Sache, gibts auch bei Discountern immer mal wieder. Ohne wird es schwierig.

 

 

Zutaten für 2,5 Kilo Schweinefleisch (reicht hinterher für etwa 10 Personen):

 

2,5 Kilo Schweinenacken ohne Knochen
ca. 600 ml Ananassaft
ca. 600 ml kräftige Gemüsebrühe
3 EL brauner Zucker/oder Xucker
4 EL Senf
3 EL Paprikapulver, edelsüß
1,5 EL Salz
1,5 EL Puderzucker
1 EL Pfeffer
1,5 EL Kreuzkümmel
1,5 EL Knoblauchgranulat oder gerne frisch gedrückten Knobi
1,5 EL Cayennepfeffer

(gehäufte Löffel)

500 ml BBQ-Soße

Burgerbrötchen und Beilagen nach Wunsch…

 

Für mich heisst das Krautsalat und Rotkohlsalat und Brötchen selber machen…

 

 Vorbereitung: 24 h vor der Zubereitung oder anders gesagt …36 h vor dem Essen

1. Das Fleisch mit dem Senf dünn einreiben.

2. Alle Gewürze von Paprikapulver bis Cayennepfeffer miteinander vermischen.

3. Das Fleisch kräftig mit der trockenen Gewürzmischung einreiben. Es ist wichtig, die Gewürze wirklich in jede Ritze zu bekommen…je besser ihr das macht, umso aromatischer schmeckt hinterher das Fleisch.

4. Das gewürzte Fleisch nun in einen 4L Gefrierbeutel geben und die Luft heraussaugen oder herausdrücken. Wenn ihr keinen so großen Beutel habt, könnt ihr es auch eng in Frischhaltefolie einschlagen und dann in eine saubere Plastiktüte geben. Nun ab in den Kühlschrank für 24 Stunden.

5. Das Fleisch etwa eine Stunde vor der Zubereitung herausnehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.

 

 

Zubereitung: 12 Stunden vor dem Essen

1. Das Fleisch, das schon Zimmertemperatur hat (s.o.) mit einem Fleischthermometer versehen.

2. Den Ofen auf 110 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Etwa 250 ml Ananassaft und 250ml Brühe mit dem braunen Zucker/Xucker verrühren und in eine weite Auflaufform geben (sollte größer sein als das Fleischstück). Die Auflaufform auf ein Blech (untere Schiene im Backofen) stellen, einen Rost auf die mittlere Schiene geben und das Fleisch auf den Rost legen.

4. Nach etwa 3 Stunden sollte das Fleisch eine Kerntemperatur von 65-70 Grad haben.

5. Nun das Fleisch regelmäßig mit dem Sud in der Auflaufform bestreichen. .. am besten alle 30-40 Minuten

6. Wenn das Fleisch bepinselt wird, ruhig mit dem Pinsel immer auch am Rand der Auflaufform entlang fahren und alles, was sich in der Form befindet, gut miteinander vermischen. Immer wieder Ananassaft und Brühe nachgeben. Am Ende sollte man ca. 300 ml Sud in der Form haben, mit denen das abgezupfte Fleisch vermengt wird.

7. Die Fleischtemperatur geht die ersten Stunden recht fix hoch, erlebt aber immer wieder zwischendurch auch “Plateaus”,  das bedeutet, die Temperatur steigt lange nicht an

8. Bei 85-88 Grad (eher Richtung 88) kann man das Fleisch rausnehmen. Nun sollte es noch mindestens 1 Stunde, gerne aber länger, ruhen und solange warm gehalten werden. Dazu wird das Fleisch in Alufolie gewickelt  und dann in den ausgeschalteten Ofen zurücklegen.

9. In dieser Zeit kann prima alles andere vorbereitet werden…den Tisch decken, Getränke bereitstellen, und ggf noch eine BBQ-Soße kochen